Fußballfan Pascal
Pascal fiebert schon seit Stunden dem Spiel Deutschland-Argentinien entgegen, während Philip das Spiel nicht im Geringsten interessiert. Hoffentlich bekommt Pascal nachher ein paar Tore zu sehen. Deutsche natürlich.
Pascal fiebert schon seit Stunden dem Spiel Deutschland-Argentinien entgegen, während Philip das Spiel nicht im Geringsten interessiert. Hoffentlich bekommt Pascal nachher ein paar Tore zu sehen. Deutsche natürlich.
Philip bekam heute in der Schule einen Zettel mit, der auf die bei uns am 9. Juli stattfindenden Bundesjugendspiele hinweist. Bei mir ist die Schulzeit schon ewig lange her und ich habe die Bundesjugendspiele schon lange verdrängt. Ich habe dieses Ereignis früher immer gehasst. Bei dieser Veranstaltung musste man sich in mehreren Disziplinen beweisen (soweit ich mich erinnere: 50 Meter Lauf, Weitsprung, Weitwurf). Entsprechend den erzielten Leistungen gab es eine Punktzahl. Um am Ende der Veranstaltung wenigstens eine Urkunde zu bekommen, musste man eine bestimmte Punktzahl erreichen. Dank meiner Unsportlichkeit habe ich diese Punktzahl nie geschafft mit der Folge, dass ich mit einem anderen Schüler aus der Klasse zusammen nie eine Urkunde bekam.
Das war so demotivierend, dass ich mich irgendwann entschloss, einfach üble Bauchschmerzen zu bekommen, wenn mal wieder Bundesjugendspiele waren. Ich habe keine Ahnung, ob das mit den Urkunden noch immer so ist. Gut vorstellen könnte ich es mir aber.
Was der Sinn der Urkundenverweigerung war, verstehe ich bis heute nicht. Eigentlich hätte man ja jedem Kind eine Urkunde geben können. Die erreichte Punktzahl hätte ja trotzdem dringestanden.
Nachtrag: Gerade sehe ich auf der Seite bundesjugendspiele.de, dass es in diesem Jahr keine Ehrenurkunden geben wird. Auf den Ehrenurkunden ist nämlich die Unterschrift des Bundespräsidenten. Auf den vorgefertigten Urkunden war die von Horst Köhler aufgedruckt. Diese Urkunden dürfen nun nicht mehr verteilt werden. Neue Urkunden gibt es noch nicht. Wirklich schlimm so etwas.
Während der WM 2006, die in Deutschland stattfand, war am Stuttgarter Schlossplatz eine riesige Public Viewing Leinwand aufgebaut. Da ich ganz in der Nähe arbeite, bekam ich damals die ganze WM-Stimmung hautnah mit. Dieses Mal ist die WM weit weg und auch das Public Viewing gibt es in diesem Jahr nicht (zumindest nicht in der Nähe meiner Arbeit). So kommt auch bei mir keine richtige Stimmung auf, was mir aber relativ egal ist, weil ich ohnehin nicht der größte Fußball-Fan bin. Das habe ich wohl mit Philip gemein. Ganz anders Pascal. Er versucht nun wirklich keines der Spiele zu verpassen, wobei er das Spiel um 20.30 Uhr nicht mehr sehen darf. Bei dem Regenwetter keine schlechte Beschäftigung. Ich hoffe aber nicht, dass er ständig vor der Kiste sitzen will, wenn das Wetter wieder besser wird.
Bislang nahm ich Pascal immer als den besonneneren der beiden großen Brüder wahr. Gestern mussten wir bei Pascal aber ein Fahrradfahrverbot verhängen. Er ließ sich einfach nicht davon abhalten mit dem Fahrrad auf der Straße zu rasen. Bei dieser handelt es sich zwar um eine Tempo-30-Zone nur mit Anliegerverkehr. An das Tempo 30 halten sich in der unübersichtlichen Straße aber nicht alle. So wie Pascal fuhr, hätte es früher oder später einen Unfall gegeben. Nun muss ich ihn irgendwie davon überzeugen, dass er nur auf dem Gehweg fährt. In letzter Zeit reagiert er auf Kritik aber recht bockig.
Die Einschulung von Pascal wirft ihre Schatten voraus. Am vergangenen Freitag mussten wir mit ihm in die Schule, um ihn dort anzumelden. Während im Jahr zuvor die Anmeldeprozedur noch von der Rektorin durchgeführt wurde, die den Besuch auch gleich zu Elterngesprächen genutzt hat, wurde der Vorgang dieses Mal auf zwei Lehrerinnen delegiert. Dies hat die Angelegenheit gewaltig beschleunigt, nachdem wir im vergangenen Jahr mit Philip trotz Termins relativ lange warten mussten. Pascal musste gar nicht mit rein, sondern durfte in einem Klassenzimmer etwas basteln. Wahrscheinlich wäre er aber doch lieber mit uns gekommen. In der für ihn fremden Umgebung der Schule muss er jedenfalls noch auftauen. In ein paar Monaten endet dann auch für ihn der Besuch des Kindergartens. Die Zeit vergeht wie im Fluge. Philip wird dann schon Zweitklässler. Pascal wird ohne Zweifel im Vorteil sein mit Eltern, die bereits Schulerfahrung gewonnen haben.
… ist zwar noch ein halbes Jahr entfernt. Sie wirft allmählich aber ihre Schatten voraus. Mitte April findet nach den Osterferien die Anmeldung in der Schule statt. Im Februar wurden die alljährlichen Elterngespräche im Kindergarten geführt. Zu unserer Überraschung gab es bei den Erzieherinnen gar kein so eindeutiges Stimmungsbild für die Einschulung Pascals (allerdings auch keines dagegen). Er wird zwar erst im September sechs, ist von seiner gesamten Entwicklung her aber weiter als es Philip zu diesem Zeitpunkt war. Deswegen taten wir uns mit der Entscheidung, Philip ein Jahr zurückzustellen, auch ziemlich leicht. Bei Pascal sind wir hingegen entschlossen, ihn im September in die Schule zu schicken. Das größte Problem sehe ich – wie auch die Erzieherinnen im Kindergarten – noch darin, dass er vielleicht nicht durchsetzungsstark genug ist. Von seiner geistigen Entwicklung würde er unserer Meinung aber im Kindergarten nicht genügend gefordert werden, wenn er noch ein weiteres Jahr dorthin gehen müsste. Hinzu kommt, dass Pascal auch unbedingt in die Schule will, nachdem Philip jetzt Erstklässler ist. Hätten wir die Erfahrung mit Philip in der Schule nicht, würden wir wahrscheinlich auf die Erzieherinnen hören und Pascal zurückstellen lassen. So wissen wir aber ziemlich genau, was auf Pascal zukommen wird und das können wir bei ihm verantworten. Ich bin zuversichtlich, dass ich das auch noch so sehen werde, wenn ich diesen Betrag in einem Jahr lese.
Einmal pro Schulhalbjahr findet ein Elternabend statt. Gestern war es wieder soweit. Philips Klasse zählt mittlerweile noch 23 Schüler. Ein Kind geht seit kurz vor Weihnachten wieder in den Kindergarten und wird im Herbst erneut eingeschult. Zwei andere Kinder sind mit ihren Eltern inzwischen weggezogen. Insgesamt gibt es an der Grundschule zwei erste Klassen. Die eine zählt nach wie vor 26 Schüler, während die Abgänge nur in Philips Klasse waren. Neue Schüler dürften also mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in Philips Klasse gesteckt werden.
Zurück zum Elternabend: Auf der Einladungsliste standen die Eltern von 23 Kindern, von denen allerdings nur 16 erschienen. Vielleicht hatten manche keine Kinderbetreuung. Ohne weitere Kenntnis verkneife ich mir deshalb einen Kommentar. Die Klassenlehrerin erläuterte den Lernstand der Klasse und das restliche ausstehende Programm bis zum Ende des Schuljahres, das bei uns in Baden-Württemberg erst Ende Juli aufhört. Einmal mehr wurde gesagt, dass es in der Klasse große Leistungsunterschiede gibt. Manche Kinder sind wohl auch relativ langsam und kommen in ihren Arbeitsheften nicht schnell genug voran. Vor den Ferien werden immer sogenannte “Lernstandskontrollen” durchgeführt (man könnte auch “Tests” dazu sagen). Die Lehrerin führte aus, dass die Kinder bei diesen Tests Schwierigkeiten haben, wenn sie die Aufgaben noch nicht hatten (weil sie in ihren Arbeitsheften zu langsam waren). Dann sehen sie zum Beispiel eine bestimmte Art von Rechenaufgabe zum ersten Mal im Test. Was das Ergebnis ist, brauche ich wohl nicht zu schreiben. Das ist die negative Begleiterscheinung eines weitgehend freien Arbeitens, weil sich hier im Laufe der Zeit auch kleinere Geschwindigkeitsunterschiede entsprechend aufsummieren. Unterschiedliche Geschwindigkeit führt zu unterschiedlichen Lernständen, auf die in den Tests dann keine Rücksicht genommen wird. Die unterschiedlichen Lernstände haben aber nicht nur etwas mit der Befähigung des Kindes zu tun. Ein ganz entscheidender Faktor sind auch die Eltern. Philip bringt mitunter Hausaufgaben nach Hause, die ich ihm erst erklären und manchmal auch mit ihm üben muss. Fehlt so eine Unterstützung im Elternhaus, ist das Kind – sofern es nicht “superschlau” ist – wahnsinnig im Nachteil. Ich bin mir nicht sicher, ob die Kinder von den Eltern, die gestern nicht beim Elternabend waren, ansonsten daheim allzu große schulische Unterstützung erfahren.
Vor dem großen Sturm am Sonntag konnten wir am Samstag noch frühlingshafte Temperaturen um die 15 Grad genießen. Philip und Pascal konnten so erstmals nach der Winterpause wieder ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen. Sie sammeln – selbstverständlich nur kleine
– Zweige und werfen sie in den Fluss. Noch lieber gehen sie mit ihren Gummistiefeln runter und laufen im Fluss herum. Da auf der Schwäbischen Alb aber noch immer Schneeschmelze herrscht, ist der Wasserstand des Flusses momentan gerade recht hoch, so dass ich die Jungs aus Sicherheitsgründen nicht runter lassen konnte. Sie hatten aber auch oben sichtlich ihren Spaß. Ein Problem waren allerdings die sporadisch über die Brücke fahrenden Autos. Für Pascal war die Winterpause vermutlich zu lang und er war es einfach nicht mehr gewohnt aufpassen zu müssen. Trotz meiner ständigen Warnungen vor herannahenden Autos wäre er einmal fast in eines gerannt. Auf meine Ermahnung hat er dann auch noch beleidigt reagiert. Pascal kann sehr nachtragend sein, was man von Philip überhaupt nicht behaupten kann.
Wenn man drei Söhne im Alter von sieben, fünf und einem Jahr hat, ist es unmöglich sie alle gleich zu behandeln. Von ihrem Temperament sehr ähnlich sind sich Philip und Patrick. Allerdings unterscheiden sich die Bedürfnisse eines Siebenjährigen sehr stark von dem des einjährigen Patrick (das meinte ich mit dem Einleitungssatz). Von ihrem Alter sehr viel ähnlicher wären sich Philip und Pascal. Obwohl sie ein Herz und eine Seele sind, unterscheiden sie sich als Menschen dennoch sehr stark. Vielleicht ergänzen sie sich deswegen aber auch so gut. Pascal ist der unauffälligere, deutlich ruhigere. Philip will hingegen mehr Aufmerksamkeit und hat diese manchmal auch entsprechend nötig. Für mich ist das nicht immer einfach. Einerseits will ich allen Kindern gerecht werden und ihnen allen auch das Gefühl geben, dass ihnen meine Aufmerksamkeit gleichermaßen zu Teil wird. Einfach ist das jedoch nicht. Pascal erledigt Dinge selbstständig, bei denen sich der zwei Jahre ältere Philip nur allzu gern von seinen Eltern helfen lässt (was er sicher nicht immer nötig hätte). Ich muss daher sehr aufpassen, dass sich Pascal nicht vernachlässigt fühlt, weil er seinen Eltern den Eindruck vermittelt, selbst ganz gut zurecht zu kommen (sofern man das in seinem jungen Alter so sagen kann). Teilweise erfüllt es ihn auch mit einem gewissen Stolz, Dinge erledigen zu können, die sein größerer Bruder nicht kann oder können will.
Wer auf den ersten Blick “pflegeleichter” zu sein scheint, muss dies auf den zweiten Blick aber nicht sein. Wenn Philip oder Patrick etwas nicht gefällt, teilen sie das ziemlich schnell lautstark mit. Bei diesen Jungs weiß ich also meistens recht genau woran ich bin. Pascal würde hingegen eher dazu neigen seine Probleme selbst zu lösen und nichts zu sagen. Das muss nicht unbedingt gut sein. Gerade deswegen ist es mir sehr wichtig, auch ihm genügend Beachtung zu schenken, obwohl häufig er es ist, der sich eigentlich wie der älteste Bruder verhält. Zum Glück kann man sich aber keine Kinder “backen”. Ich wüsste nämlich wirklich nicht, wessen Eigenschaften ein solches “Wunschkind” haben sollte.
Mit Beginn des zweiten Schulhalbjahres bekommt Philip jetzt mehr Hausaufgaben. Außerdem muss er jeden Tag mindestens zehn Minuten vorlesen. Zur Arbeitskontrolle bekamen die Erstklässler ein Büchlein, in das die vorgelesenen Minuten eingetragen werden müssen. In der ersten Woche war Philip mit etwas über 200 Minuten der Rekordhalter. Man muss ihn aber nicht zum Lesen treiben. Er macht das wirklich gerne.
Da im ersten Schulhalbjahr bei weitem nicht alle Buchstaben des Alphabets behandelt wurden, wird Philip – obwohl er Erstlesebücher verwendet – nun ins kalte Wasser geworfen und mit der ganzen Buchstabenpalette des Alphabets konfrontiert. Wenn man einem Kind beim Lesen hilft, wird einem erst bewusst wie schwierig die Sprache eigentlich ist und vor allem wie unlogisch die Schriftsprache. Folgt ein “e” auf ein “i” wird dieses nicht ausgesprochen, sondern dient lediglich zur Dehnung. Das Wort “die” wird also eigentlich wie “dii” ausgesprochen. Leider funktioniert diese Logik beim Wort “Familie” schon wieder nicht mehr. Schwierigkeiten bereitet Philip auch das “h”, wenn es zur Dehnung verwendet wird. Zwar entwickelt er allmählich ein Gefühl dafür, wann es ausgesprochen wird und wann nicht. Nachdem er nun aber begriffen hat, dass das “h” auch zur Dehnung eines Wortes verwendet wird, vermutet es Philip nun wiederum in Wörtern, in denen es nicht vorkommt. “Du” schrieb Philip neulich als “duh” – nämlich so wie man es eigentlich ausspricht. Gar nicht so blöd, nur leider falsch. Vor drei Wochen hätte er es hingegen richtig gemacht. Da kannte er den Buchstaben “h” noch nicht (außer in seinem Namen). Philip muss noch ziemlich viel (auswendig) lernen.
Auch nicht ganz einfach: Folgen zwei Vokale aufeinander, dehnen diese das Wort (“Seele”). Folgen hingegen zwei Konsonanten aufeinander, beschleunigt dies die Aussprache (“kommen”). Ich überlege gerade krampfhaft, ob wenigstens diese Regel immer gilt. Tut sie aber wahrscheinlich auch nicht.
Und warum schreibt man das Gebiss mit “ss”, während das Ergebnis nur ein “s” hat? Ich spreche beide Wörter am Ende jedenfalls gleich aus.
Ich hatte mich schon wiederholt daran versucht, Philip den Kalender beizubringen. Nun versucht es seine Lehrerin in der 1. Klasse. Heute musste er als Hausaufgabe einen Monatskalender bemalen, der wie eine Uhr aufgebaut ist. Mit dem Zeiger kann man von Monat zu Monat weiter drehen.
Zum Jahreswechsel blicke ich immer auf das vergangene Jahr zurück anstatt mir irgendwelche Vorsätze für das kommende zu fassen. Für mich bestand dieses Jahr aus zwei Hälften. Bis Mitte Juli war ich in Elternzeit. Seitdem arbeite ich – wenn auch in Teilzeit – wieder. Obwohl die Elternzeit nur ein halbes Jahr zurück liegt, erscheint sie mir doch schon viel weiter weg. Wenn es mir schon so geht, obwohl ich wegen meiner Teilzeitbeschäftigung weiterhin viel Zeit für die Kinder habe, wie muss es dann erst Vätern (oder Müttern) gehen, die nach einer Elternzeit wieder voll ins Berufsleben einsteigen? Die Elternzeit war eine spannende Erfahrung. Sie war aber auch eine schlichte Notwendigkeit. Jedenfalls hätte einer von uns beiden eine Auszeit nehmen müssen, um Patrick zu versorgen. Mittlerweile teilen wir uns die Kinderbetreuung, was ganz gut klappt. Zum Glück stoße ich in meinem beruflichen Umfeld auf relativ viel Verständnis, was sicher nicht selbstverständlich ist.
Ob ich die Elternzeit noch einmal so machen würde? Mit “so” meine ich die zehn Monate, die ich hatte, anstatt der üblichen zwei Vätermonate. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Ich bin mit der derzeitigen Situation jedenfalls auch sehr zufrieden. Zwei oder drei Tage in der Woche zuhause raus zu kommen und in die Stadt zum Arbeiten zu fahren, hat auch etwas. Für mich fast ideal, weil ich nach meinem Empfinden keine von beiden “Welten” allzu sehr vernachlässigen muss. Ich wäre an den Punkt, Teilzeit zu arbeiten, aber wahrscheinlich nicht gekommen, wenn ich nicht die Elternzeit gehabt hätte. Alleine schon für diese Weichenstellung war sie wertvoll – von den Kindern natürlich ganz abgesehen.
Im zweiten Halbjahr hat dann die Einschulung von Philip die zweite deutliche Veränderung für die Familie gebracht. Vor allem für ihn war das am Anfang eine erhebliche Umstellung. Er ist der älteste unter den Brüdern, obwohl gerade er vielleicht jemand wäre, der gut einen älteren Bruder gebrauchen könnte. So musste Philip aber die Schulwelt für sich alleine entdecken. Pascal wird es im neuen Jahr einfacher haben, wenn er in die gleiche Schule kommt. Nicht nur, weil er einen älteren Bruder in der Schule hat, sondern auch, weil seine Eltern dann erfahrener sein werden. Nicht nur Philip lernt in der Schule. Auch ich lerne mit, worauf man achten sollte. Sicherlich habe ich bei Philip in den vergangenen Monaten ein paar (zum Glück nur kleine) Fehler gemacht, die ich bei Pascal von vornherein vermeiden kann. Davon wird Pascal auf jeden Fall profitieren.
Insgesamt sehe ich dieses Mal sorgenfreier als noch vor einem Jahr in das kommende Jahr. Die Unsicherheiten (was nach der Elternzeit kommt) und die Einschulung von Philip sind dieses Mal jedenfalls nicht da. Vor einem Jahr hatte ich Bedenken, dass durch meinen Wiedereinstieg ins Berufsleben die Bindung zu den Jungs wieder weniger eng werden könnte. Das ist zum Glück nicht geschehen. Die Teilzeitbeschäftigung lässt mir genug Freiraum.
Bei Euch möchte ich mich für das Lesen dieses Blogs in diesem Jahr bedanken. Ich hoffe Ihr seid alle gesund und bleibt es auch. Einen guten Rutsch!
So “überraschend” wie Weihnachten in jedem Jahr kommt ist es auch schnell wieder vorbei. Bei uns hält sich der Verwandtschaftsstress in Grenzen, so dass ich die Tage dann auch genießen konnte. “Tage der Ruhe” sind es mit drei Jungs allerdings nicht gerade. Eher im Gegenteil – ein Tag im Büro ist meist ruhiger. Glücklicherweise sind Philip und Pascal sehr bescheiden, was Geschenke angeht. So hatten wir im Vorfeld keine großen Ausgaben oder Stress. Philip wünschte sich einen Webrahmen und Pascal eine Lupe. Leider gab es bei Pascal eine kleine Panne. Er hatte neulich mit seiner Patentante telefoniert und sich was wohl gewünscht? Eine Lupe. Nun hat er deren zwei und könnte eine davon seinem Bruder abgeben. Im Gegenzug müsste Philip dann aber Pascal mit seinem Webrahmen arbeiten lassen. Ganz so weit geht die Bruderliebe dann doch nicht (auch wenn man ansonsten sehr aneinander hängt).