16.07.2009

Heute geht meine zehnmonatige Elternzeit für Patrick zu Ende. Während die längste Zeit wie im Flug verging, habe ich die letzten Tage wieder sehr bewusst erlebt. Morgen werde ich dann nach zehn Monaten meine Kollegen wieder sehen. Eigentlich ist der Freitag kein schlechter Tag, um mit dem Arbeiten zu beginnen. Das Wochenende ist schließlich absehbar. Bis Ende August werde ich dann noch Urlaubstage verbraten und so faktisch die 3-Tage-Woche haben. Ab September gehe ich dann in Teilzeit und werde abwechselnd montags/dienstags bzw. montags/dienstags/mittwochs arbeiten. Mit meinem Arbeitgeber ist das bereits so abgeklärt.

So ist der Wechsel für mich ins Arbeitsleben zurück kein ganz so harter Einschnitt, weil ich weiterhin erfreulich viel Zeit für die Kinder haben werde. Aus diesem Grund kann ich auch nicht so richtig eine Bilanz der Elternzeit ziehen. Das Projekt Kinder geht auf jeden Fall weiter. Eines hat die Elternzeit aber bewirkt: Früher, das heißt vor der Elternzeit, hätte ich mir sicher nicht vorstellen können, dass ich auf Teilzeit gehen würde, um die Kinder zu betreuen. Mittlerweile kann ich es mir nicht mehr vorstellen, voll zu arbeiten und nur so wenig von den Kindern mitzubekommen. „Mitbekommen“ ist ein schönes Wort, denn man kümmert sich nicht nur um die Kinder. Ich glaube, dass ich sogar das bessere „Geschäft“ mache und mehr von ihnen zurück bekomme. Nehmen wir Philip, unseren Gute-Laune-Bären. So schlecht kann es einem gar nicht gehen, als dass er einen nicht zum Lachen bringt. Oder Pascal, der mich mit seiner altklugen Art sehr häufig zum Schmunzeln bringt. Dass mir beim Anblick des morgen 14 Monate alten Patrick das Herz aufgeht, versteht sich von selbst.

Meine Elternzeit ist daher nicht richtig zu Ende. Sie geht nur leicht verändert weiter.

Eines muss ich nachträglich doch noch anfügen: Ich bin froh, dass meine Frau dieses Modell, das wir künftig praktizieren werden, mitmacht. Sehr häufig wird (mitunter auch von der Politik) gefordert, dass sich die Väter mehr um die Kindern kümmern sollen. Wenn es dann an die Umsetzung geht, hakt es aber häufig, was nicht nur an den Vätern liegt. Ich bin bei einigen der Mamis in der Nachbarschaft ziemlich sicher, dass sie sehr froh sind, dass der Mann voll arbeitet und sie dafür ganz daheim bleiben können.

2 Kommentare zum Beitrag “Der letzte Tag meiner Elternzeit”

  1. Also wenn es bei uns später mal irgendwann so möglich ist, möchten wir uns das auch irgendwie teilen.

    Viel Spass und einen guten Start in die Arbeit!

  2. Am besten der geht in Elternzeit der das geringere Einkommen hat

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