Warum hören die Väter wieder auf zu bloggen?
Ich habe eben die Blogroll etwas ausgemistet – allerdings mit dem Ziel wieder ein paar neue Links aufzunehmen. Die Blogs, die ich entfernt habe, sind leider stillgelegt worden. Es handelte sich dabei um Blogs von Vätern, die wie ich in Elternzeit waren. Im Gegensatz zu mir haben die meisten Väter nach ihrer Elternzeit mit der Bloggerei aber wieder aufgehört. Das finde ich sehr schade. Nicht nur, weil ich gerne auch weiterhin etwas von diesen Menschen gelesen, sondern auch, weil ich mir die Fortsetzung dieser Blogs spannend vorgestellt hätte.
Die wahren Probleme fangen nämlich erst nach der Elternzeit an. Während der Elternzeit hat man frei und somit Zeit für das Kind/die Kinder. Gleichzeitig wird man (wenn man vorher verdient hat) ganz gut mit Elterngeld versorgt. Danach wird es schwieriger. Wirtschaftliche Zwänge treiben einen dann wieder an den Arbeitsplatz (wenn dies mit Freude an der Arbeit verbunden ist, umso besser). Das Kind/die Kinder sind aber nach wie vor zu Hause und wollen versorgt und geliebt werden. Mittlerweile ist es so, dass das klassische Rollenmodell (Vater arbeitet, Mutter betreut die Kinder) nicht mehr funktioniert. Nicht nur, weil auch die Frauen (verständlicherweise) nicht mehr nur zu Hause sitzen wollen, sondern auch, weil nur ein Nettogehalt für eine Familie heute häufig nicht mehr ausreicht. Wohl auch deshalb hat das Elterngeld keinen Babyboom ausgelöst. Die Frage, was nach den 14 Monaten kommt, kann man nun einmal nicht ausblenden. Ich würde gerne mehr von Eltern (und vor allem von den Vätern) lesen wie sie das alles unter einen Hut bringen.
Ganz genau.
Es ist schade, wenn solche Blogs aufgegeben werden.
Und es wird genau am Ende der Elternzeit und wenn auch das Kindchen älter wird, richtig spannend.
Ich freue mich sehr, dass Du weiter machst und ich werde auch immer mitlesen. Auch wenn ich manchmal ein paar Monate brauche, um bei all meinen Newsfeeds die Zeit zum Nachlesen und auch Kommentieren zu finden.