06.10.2009

Philip und Pascal heute einmal wieder bei ihrer Lieblingsbeschäftigung.

02.10.2009

In dieser Woche hat Patrick gleich vier Backenzähne bekommen. Philip und Pascal ließen uns an den damit verbundenen Schmerzen immer recht lautstark teilhaben. Patrick scheint da irgendwie härter im Nehmen zu sein. Er verbringt trotzdem viel Zeit mit einem Lächeln. Besonders gut hat er es schon drauf, wenn man ihm einen Fotoapparat vor das Gesicht hält. Von seinen Brüdern hat er sich abgeschaut, dass man dann lächelt (dazu wurden sie allerdings vom Opa dressiert).

02.10.2009

Nach mehrmaligen Versuchen habe ich gestern schließlich die Volkshochschule ans Telefon bekommen. Leider haben es die Jungs und Mädels bei der VHS Tübingen wohl nicht so ganz drauf, ihre Website up to date zu halten. Der Schwimmkurs, für den noch freie Plätze angezeigt wurden, war in Wirklichkeit längst belegt. Im gleichen Ort gibt es – immer eine Stunde später – den gleichen Kurs übrigens noch einmal. Dieser wurde im Internet überhaupt nicht angeboten. Allerdings war der Kurs auch schon belegt.

Bei der Volkshochschule Reutlingen habe ich dann schließlich doch noch einen Kurs gefunden, bei dem ich beide Jungs unterbringen konnte. Nächsten Mittwoch geht es los. Eigentlich hat der Kurs schon vorgestern begonnen, ich habe Philip und Pascal aber erst gestern angemeldet. So schlimm wird das hoffentlich nicht sein, wenn sie die erste Veranstaltung versäumt haben.

01.10.2009

Ab heute hat Philip in der Schule das Fach “Schwimmen”. Bislang hatte er es nie so wichtig damit. Deshalb sind seine Schwimmfähigkeiten auch: Bescheiden. Am gestrigen Abend war er in Tränen aufgelöst vor Sorge, dass er heute etwas machen muss, was er nicht kann. Wir hatten das Thema bereits beim Elternabend angesprochen. Von den Lehrerinnen wurde versichert, dass in der 1. Klasse noch nicht geschwommen wird, sondern zuerst einmal Ballspiele im seichten Wasser gemacht werden, um alle Kinder an das Wasser zu gewöhnen. Trotzdem ist Philip nun hochmotiviert, schnell Schwimmen zu lernen. Leider sind die Kurse bei uns im Ort schon alle ausgebucht. Etwa zehn Kilometer entfernt beginnt nächsten Mittwoch ein Kurs, der 15x jeweils eine Stunde dauert und von der Volkshochschule angeboten wird. Pascal will auch gleich mit. Das ist auch sinnvoll, weil Pascal nächstes Jahr in die Schule kommt und sich dann die Fahrdienste zum Schwimmkurs auch mehr lohnen würden. Jetzt müsste nur noch bei der Volkshochschule das Telefon abgenommen werden.

23.09.2009

Philip lernt in jeder Woche nun einen Buchstaben. Erster Buchstabe ist das “L”. In der Schule wird dieser Buchstabe aber in der Lautsprache ausgesprochen. Die Hausaufgabe, die er heute bekam, war für ihn alles andere als banal. Auf einem Papier waren diverse Bildchen, die einen Gegenstand oder ein Tier darstellen. Philip muss nun sagen, ob in dem Wort der Laut “L” vorkommt. Das mag für uns einfach sein, weil wir beim Anblick des Bildes unwillkürlich in Gedanken das geschriebene Wort vor uns sehen. Anfangs war das eher Raterei. Nachdem ich jeweils das betreffende Wort mit ihm mehrfach langsam ausgesprochen hatte, wurde seine Trefferquote mit der Zeit besser. Dass er die Aufgabe aber gut beherrscht, kann man noch nicht sagen.

21.09.2009

Eigentlich wollte ich diesen Beitrag schon wesentlich früher schreiben, aber die letzten Tage waren einfach zu stressig. Am vergangenen Donnerstag fand die Einschulung von Philip statt. Um 9 Uhr trafen sich die Kinder und deren Angehörige (es waren viele!) zu einem Gottesdienst in der Kirche. Gegen 10 Uhr begann dann in der Turnhalle der Schule eine kleine Feier. Die Viertklässler hatten extra eine Vorstellung einstudiert. Danach gab es eine Ansprache der Rektorin. Kurz nach 11 Uhr begann die erste Schulstunde, die eigentlich nur aus dem Einnehmen der Plätze und einer kleinen Vorstellungsrunde bestand. Kurz nach 12 Uhr war die erste Stunde dann auch schon vorbei. Auf der Treppe des Schulhauses stellte sich danach die ganze Klasse mit ihrer Lehrerin auf, so dass die Eltern fleißig fotografieren und filmen konnten. Gerne würde ich hier ein Klassenfoto veröffentlichen, aber dann müsste ich wohl die Gesichter fast aller Personen unkenntlich machen, was auch irgendwie blöd wäre. Philip war trotz der vielen Eindrücke nach seinem ersten Schultag bestens gelaunt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Familien haben wir auf größere Feierlichkeiten verzichtet. Es scheint sich immer weiter einzubürgern, dass die Einschulung wie eine Konfirmation gefeiert wird. Das kann natürlich jeder machen wie er will. Wir sahen die Notwendigkeit einer Riesenfete eigentlich nicht. Auch Philip wollte kein Fest. Bei vielen der Kinder waren die Großeltern und sonstige Verwandtschaft angereist. Wir hielten die Festlichkeiten hingegen im Rahmen unserer fünfköpfigen Familie.

Bereits am Freitag hatte Philip dann seinen ersten “richtigen” Schultag. Morgens um 7.40 Uhr musste er schon antreten. Der Unterricht bestand vorwiegend aus Schreibvorübungen. Die Kinder mussten mit dem Stift Linien und Kreise nachzeichnen. Was mir banal erscheint, ist für Philip gar nicht so einfach. (Die meisten) Jungs haben es mit dem Malen ohnehin nicht so sehr und so macht Philip bei seinen Übungen manchmal einen etwas unbeholfenen Eindruck. Aber auch er wird schreiben lernen. Nach immerhin fünf (Schul)Stunden hatte Philip um 11.55 Uhr dann Feierabend und durfte mit mir nach Hause gehen. Gleich am ersten Tag gab es Hausaufgaben, die auch wiederum aus Schreibübungen bestanden.

Der heutige Schultag begann “erst” um 8.30 Uhr mit einer Stunde Sport, der drei weitere Stunden “AU” (=Anfangsunterricht) folgten. Hinter “AU” verbirgt sich unter anderem Deutsch, Mathematik und Englisch, um die wichtigsten Fächer zu nennen. Wenigstens hat Philip am ersten Tag nach dem Wochenende erst um 8.30 Uhr Schule. An allen anderen Tagen muss er bereits um 7.40 Uhr antreten. Bald wird es am Morgen dunkel sein, wenn er sich auf den Schulweg macht.

Ich denke, dass es Philip in der Schule einigermaßen gefällt (Philip bespricht persönliche Dinge generell nicht so gern). Mindestens die Hälfte der Kinder in seiner Klasse kennt er bereits aus dem Kindergarten, was die Eingewöhnung bestimmt leichter macht. Gleichwohl ist alles für ihn aber eine gewaltige Umstellung. So wie für mich auch. Ich habe in meinem Bewusstsein die Rolle des Vaters eines Schulkindes jedenfalls noch nicht gefunden.

14.09.2009

Bislang hatte ich Philip immer so eingeschätzt, dass ihn das Thema seiner Einschulung nicht allzu sehr belasten würde. Ja, ich meinte sogar, dass mir seine Einschulung mehr zu schaffen machte als ihm. Gestern hatten wir ein längeres Gespräch von “Mann zu Mann”. Philip redete für seine Verhältnisse ungewöhnlich offen über seine Ängste, die er mit der Schule verbindet. Er macht sich Sorgen, dass von ihm Dinge verlangt werden könnten, die er nicht kann. Er bezog das auf das Lesen und Schreiben. Dies wird er in der Schule erst lernen und ich habe natürlich versucht, ihn diesbezüglich zu beruhigen. Trotzdem wird er den Leistungsdruck, den er bislang nur erahnen kann, sehr bald zu spüren bekommen. Ich erinnere mich nur zu gut an einen Elternabend zur Einschulung vor einem halben Jahr. Da prahlte eine Mutter, dass ihre fünfjährige Tochter schon regelmäßig in der Zeitung lesen würde. Sympathiepunkte bekam sie dafür von der Mehrzahl der Anwesenden zwar nicht. Trotzdem kommen die Kinder mit unterschiedlichen Fähigkeiten in die Schule, vergleichen sich und fühlen sich dann einem Leistungsdruck ausgesetzt, der von weiten Teilen unserer Gesellschaft ja auch gewünscht ist. Ich starte also durchaus mit einem etwas flauen Gefühl im Magen in die Woche, in der Philip eingeschult wird. Anmerken lassen sollte ich mir das aber besser nicht.

10.09.2009

Genau heute in einer Woche wird Philip eingeschult. Heute bin ich zum ersten Mal mit ihm den Schulweg abgelaufen. Das machen wir bis Sonntag jetzt täglich (Montag bis Mittwoch muss ich arbeiten). Ich glaube, dass es ein komisches Gefühl sein wird, ihn alleine auf den Weg zu schicken. Aber Kinder werden größer und auch selbstständiger. Von der Warte der Eltern aus sieht man vieles auch anders. Wenn ich mir überlege, was ich als Kind alles gemacht habe… Als Vater hätte ich bei den gleichen Dingen manchmal kein so gutes Gefühl.

10.09.2009

Schon seit Wochen hatte Pascal auf seinen 5. Geburtstag hingefiebert. Jeden Tag erzählte er uns mehrfach wie lange es noch dauern würde. Für ihn war sein 5. Geburtstag ein ganz wichtiges Ereignis. Gestern war es nun endlich soweit. Am Abend vor seinem Geburtstag war Pascal ganz nervös und wollte gar nicht ins Bett vor lauter Aufregung. Bestens gelaunt stand er gestern auf und lächelte die ganze Zeit. Im Kindergarten wurde dann groß gefeiert. Leider nicht ganz so groß wie Pascal sich das gewünscht hätte. Dies lag daran, dass die Kinder, die in die Schule abgehen, nicht mehr da sind (darunter Philip) und die Neuzugänge noch nicht. Außerdem sind bei uns in Baden-Württemberg noch immer Sommerferien. So feierte Pascal insgesamt nur mit acht anderen Kindern, was seiner Laune aber nicht abträglich war. Nachmittags kamen dann noch beide Omas und der Opa zu Besuch, was den Tag für Pascal perfekt machte.

Sein nächstes großes Ziel ist nun die Einschulung. Wir mussten Pascal mehrfach versichern, dass er nächstes Jahr in die Schule kommt. Philip ist ja nächste Woche dran und Pascal hat wohl keine große Lust mehr, alleine in den Kindergarten zu gehen.

04.09.2009

Seit gestern macht sich Patrick einen Spaß daraus seine Eltern und seine Brüder zu beißen. Das führt zu Liebesentzug, weil man ihn angesichts der Beißerei dann mal schnell auf den Boden setzt. Diesen Liebesentzug findet Patrick gar nicht gut und schreit bis man ihn wieder zu sich nimmt. Dann geht die Beißerei wieder los…

Hat jemand eine Ahnung wie man einem 15 Monate altem Kind das Beißen abgewöhnen kann? Wir sind mit dem dritten Kind ja schon erfahrene Eltern, aber dieses Problem hatten wir auch noch nicht.

01.09.2009

Mit “Tschüs, Feuerteufel” wurde Philip gestern von einer seiner Erzieherinnen im Kindergarten verabschiedet. Er war gestern das letzte Mal dort. Mit dem Feuerteufel spielte die Erzieherin auf seine Begeisterung für das Feuermachen beim Grillen an. Nun hat Philip noch gute zwei Wochen frei bevor er am 17. September in die Schule kommt.

Innerlich hatte sich Philip schon länger von seiner Kindergartenzeit verabschiedet und so war sein gestriger Abschied für mich wahrscheinlich ein emotionalerer Moment als für ihn. Ich hatte mir sogar extra dafür frei genommen. Für ihn war das aber kein besonderer Tag. Für mich als Kind wohl offensichtlich auch nicht, denn mir fehlt schlicht und einfach die Erinnerung an meinen letzten Tag im Kindergarten.

Gestern haben wir dann noch seinen künftigen Schreibtisch aufgebaut. Philip wollte gleich einen Computer aufstellen. Den braucht er zwar erst einmal nicht, aber seine Vorstellung ist für mich verständlich. Philip kennt einfach keine Schreibtische ohne Computer. In was für dunklen Zeiten wir doch damals aufwachsen mussten. ;-)

30.08.2009

Die Mama hat heute ihren besonders großzügigen Tag und so durfte sich Pascal sein Wunsch-Mittagessen zusammenstellen, das mein Fall jetzt eher nicht wäre. Für alle Nichtschwaben: Ganz links das sind Maultauschen. Er hat den Teller übrigens vollständig aufgegessen. Dann will ich mal nichts sagen…

25.08.2009

Philip hat sich von seinen Kopfschmerzen wieder gut erholt. So gut, dass er vorhin gleich mal eine Kinderdisco veranstaltet hat. Im Rahmen seiner Möglichkeiten rockt Patrick in seinem Babybettchen teilweise auch schon mit.

25.08.2009

Im Gegensatz zu Pascal ist Philip alles andere als wehleidig. Wenn er heute also über Kopfschmerzen klagt, scheint ihm wirklich die Birne gewaltig zu dröhnen. Ich hoffe nicht, dass er krank wird. Nun liegt er ganz entspannt in seinem Bett, singt und schaut sich Kinderbücher an. Pascal ist derweil im Kindergarten. Ich habe heute einen Tag Urlaub.